Epilierer Test 2018

Die besten Epiliergeräte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Epilierer entfernt die Haare mitsamt Wurzeln, so dass diese nicht so schnell nachwachsen können.
  • Ganz schmerzfrei ist das Epilieren nie – mit einer guten Vorbereitung halten sich die Schmerzen bei modernen Geräten aber in Grenzen.
  • Um Hautreizungen zu verhindern, ist die richtige Handhabung des Epilierers wichtig.

epilierer-test
Im unablässigen Kampf gegen unerwünschte Körperbehaarung greifen Frauen zu den unterschiedlichsten Methoden. Es wird rasiert und gewachst, gecremt und gezupft, um die Haare an den Beinen unter den Achseln und im Intimbereich möglichst gründlich zu entfernen.
Eine der häufigsten Methoden zur Haarentfernung ist die Anwendung eines Epilierers. Die Geräte dieser Produktkategorie gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und auch wenn das Epilieren nicht ganz einfach und vor allem selten völlig schmerzfrei ist. Trotzdem sorgen Epilierer  für eine gründliche und nachhaltige Entfernung der Haare samt Wurzel. Dadurch hat die Anwenderin erst einmal für ein paar Wochen Ruhe und muss sich um rasch nachwachsende Haare keine Sorgen mehr machen.

1. Was ist ein Epilierer?

Epilierer sind elektrische Geräte für die Entfernung unerwünschter Körperhaare. Die Haare werden bei der Anwendung direkt an der Hautoberfläche gepackt und zügig herausgezupft. Dabei gibt es zwei verschiedene Methoden. Einige Geräte verfügen über Pinzetten, andere über spezielle Scheiben.

1.1. Wie arbeiten Epilierer mit Pinzetten?

Die gängigste Methode ist die Epilation mit Pinzettensystem. Die entsprechenden Geräte sind mit unterschiedlich vielen, versetzt angebrachten Pinzettenpaaren ausgestattet. Bei kleineren Epilierern finden sich etwa 15 bis 20 Pinzettenpaare, bei größeren Modellen zwischen 35 und 40.
Gute Geräte haben zudem eine Klemmkrafteinstellung. Damit kann die Kraft eingestellt werden, je nachdem, ob die Haare eher fein oder eher stärker sind. Fehlt diese Möglichkeit, besteht Quetschgefahr.

1.2. Wie funktionieren Epilierer mit Rotationsscheiben?

Diese Modelle haben abgerundete Scheiben aus Metall, die für die Haarentfernung zuständig sind. Im Gegensatz zu den Pinzetten besteht hierbei keine Quetschgefahr und die Prozedur ist weitaus schonender. Die Modelle sind heutzutage aber eher selten zu finden und meist teurer.

Art des Epilierers Besonderheiten
Pinzettentechnik
  • Gängiges System: Im Handel findet sich eine große Auswahl an Geräte zu recht günstigen Preisen.
  • Die Handhabung ist einfach.
  • Wenn eine Klemmkraftoption fehlt, ist die Quetschgefahr groß.
  • Die Haare werden zum Teil nur ab- und nicht herausgerissen und wachsen entsprechend schneller nach.
  • Auch für kurze Haare geeignet.
Scheibentechnik
  • Durch die abgerundeten Scheiben besteht keine Quetschgefahr.
  • Der Preis der Geräte ist höher.
  • Die Auswahl an Geräten mit Rotationsscheiben ist gering.
  • Die Verletzungsgefahr ist geringer.

1.3. Einen Epilierer mit oder ohne Kabel wählen?

Ein Epilierer mit direkter Stromversorgung zeigt gleichbleibende Leistungen.

Ein weiterer Unterschied zwischen Epilierern besteht in der Stromversorgung. Kabelgebundene Geräte haben den Vorteil, dass man sich keine Gedanken um eine nachlassende Leistung machen muss. Dafür muss aber eine Steckdose vorhanden sein. Das festsitzende Kabel erhöht die Unfallgefahr und die Geräte sind nicht im Wasser nutzbar. Dafür sind sie recht preiswert.
Epilierer mit Akku können unabhängig von einer Steckdose verwendet werden und sind oft auch im Wasser nutzbar. Zudem ist die Unfallgefahr geringer. Bei diesen Geräten gibt es jedoch große Unterschiede nicht nur im Preis, sondern auch bei den Akkulaufzeiten.

Hinweis: Schauen Sie hier beim Kauf genau hin. Besonders empfehlenswert sind Geräte, die wahlweise mit Akku oder Netzteil betrieben werden können.

2. Der Epilierer – besser als Rasieren oder Wachsen?

Achtung – Geräuschkulisse

Einige Epilierer schmerzen nicht nur auf der Haut, sondern auch in den Ohren, denn die Geräte sind oft sehr laut. Damit mögliche Mitbewohner oder Nachbarn nicht gleich wissen, was Sie gerade machen, achten Sie beim Kauf auf ein möglichst geräuscharmes Gerät.

Ein großer Vorteil des Epilierens im Vergleich zum Rasieren ist, dass es länger dauert, bis die Haare wieder nachwachsen. Zwei bis drei Wochen lang hat man nach der Anwendung Ruhe, bis sich wieder die ersten Stoppeln zeigen, während beim Rasieren schon nach ein oder zwei Tagen wieder feine Stoppeln spürbar sind.
Das Wachsen erzielt ähnliche Ergebnisse wie das Epilieren mit einem Gerät und es ist in erster Linie Geschmackssache, welche Methode einem eher liegt.

Beim Wachsen wird eine große Fläche auf einmal behandelt. Es heißt also, einmal kurz die Zähne zusammenbeißen und mit einem Ruck ist eine recht große Fläche enthaart. Dafür ist das Wachsen zeitaufwendig und Sie benötigen verschiedene Utensilien. Bei falscher Handhabung drohen außerdem Verbrennungen. Beim Epilieren dagegen, benötigen Sie keine weiteren Hilfsmittel und die Prozedur geht vergleichsweise schnell von statten. Dafür können Haare ab- statt ausgerissen werden.

Achtung: Bedenken Sie generell, dass es beim Epilieren zu leichten Hautreizungen kommen kann. Gerade für empfindliche Körperregionen wie die Intimzone ist das Epilieren nur bedingt geeignet. Wenn Sie an starker Akne, Neurodermitis, Warzen oder Krampfadern leiden, sollten Sie auf das Epilieren verzichten.

  • Die Handhabung beim Epilieren ist einfach.
  • Die Haarentfernung hält für zwei bis drei Wochen an.
  • Außer dem Epilierer sind keine weiteren Hilfsmittel nötig.
  • Es kann zu Hautreizungen kommen.
  • Das Epilieren kann schmerzen.
  • Die Haare sollten idealerweise eine Länge von mindestens 2 mm haben, um epiliert werden zu können.
  • Direkt nach dem Epilieren sollte zu enge Kleidungsstücke und Sonneneinstrahlung vermieden werden.

3. Welche Epilierer verursachen am wenigsten Schmerzen?

Das Wachsen verlangt Übung und Fingerspitzengefühl.

Wie schmerzhaft das Epilieren empfunden wird, hängt stark vom persönlichen Schmerzempfinden und der Haarbeschaffenheit ab. Je mehr Haare vorhanden sind und je dicker die Haare sind, desto schmerzhafter ist prinzipiell die Epilation.
Wie stark die Geräte beim Reduzieren der Schmerzen helfen, ist auch beim Epilierer Test der Stiftung Warentest immer wieder eine wichtige Frage.

Die Vergleichssieger punkten mit einer integrierten Massagefunktion, die die Haut vor der Epilation stimuliert und die Durchblutung fördert. So lösen sich die Haare leichter und der Schmerz wird reduziert.
Positiv bewerten Epilierer Tests 2018 ebenfalls eine integrierte Kühlfunktion. Mit Hilfe kleiner Akkus wird die Haut gekühlt, auch das reduziert den Schmerz.
Unter den besten Geräten in den Epilierer Tests der Stiftung Warentest ist auch ein Gerät, das nicht nur trocken, sondern auch nass anwendbar ist. Der Vorteil: Warmes Wasser reduziert die Schmerzempfindung der Haut und so helfen auch Wet & Dry Geräte, das Ziepen zu mindern.

Achtung: Beim Kauf von Wet & Dry-Geräten müssen Sie darauf achten, ob die Geräte wirklich wasserdicht sind und damit auch unter der Dusche angewendet werden können. Manchmal meinen Hersteller mit der Bezeichnung lediglich, dass das Gerät auf nasser Haut angewendet werden kann. Sie sollten also die Produktbeschreibung genau studieren.

4. Häufige Fragen

4.1. Ab welcher Haarlänge kann man epilieren?

Die beste Haarlänge für die Epilation liegt zwischen 2 und 5 mm. Generell gilt: Je länger die Härchen sind, desto schmerzhafter ist die Epilation. Ab gesehen davon, empfinden es natürlich viele Frauen als unangenehm, die Haare so lang wachsen lassen zu müssen. Manche Hersteller haben darauf reagiert und Geräte auf den Markt gebracht, die die Haare schon ab einer Länge von 0,5 mm entfernen.

4.2. In welche Richtung soll man epilieren?

Bewegen Sie den Epilierer gegen die Wuchsrichtung der Haare. An den Beinen und im Intimbereich heißt das also: von unten nach oben. So werden auch liegende Haare aufgerichtet.

4.3. Was sollte man beim Epilieren beachten?

Beim Epilieren sollten Sie die Haut straff ziehen, um die Gleitfähigkeit des Gerätes zu erhöhen.

Wichtig ist vor allem, ruhig vorzugehen. Setzen Sie den Epilierer im rechten Winkel auf. Dabei sollten Sie das Gerät fest aber nicht verkrampft in der Hand halten und nicht stark aufdrücken. Benutzen Sie die freie Hand, um die Haut zu straffen. So kann der Epilierer leichter darüber gleiten.

Führen Sie das Gerät ruhig, kontrolliert und langsam über die Stelle, die epiliert werden soll und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Sonst kann es leicht passieren, dass Haare abbrechen und dann später einwachsen. Um die Haarentfernung zu erleichtern, ist es sinnvoll, vorher zu baden oder zu duschen. Die Haut ist dann gut durchblutet und noch leicht feucht und die Haare lösen sich leichter.

Tipp: Da sich bei aller Vorsicht unmittelbar nach der Epilation oft kleine rote Punkte bilden, ist es sinnvoll am Abend zu epilieren. Dann kann sich die Haut über Nacht wieder erholen. Im Internet finden Sie weitere nützliche Tipps.

4.4. Welche Pflege ist nach dem Epilieren sinnvoll?

Da das Epilieren die Haut reizt, ist es wichtig, sich nach dem Abschalten des Gerätes auch ein wenig um die Hautpflege zu kümmern. Gut sind Produkte, die nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch beruhigend wirken. Sie können zum Beispiel Lotionen mit Aloe Vera, Kamille, Panthenol oder Allantoin verwenden.

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