Gesichtspeeling Test 2018

Die besten Gesichtspeelings im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gesichtspeelings können durch einen mechanischen oder chemischen Prozess wirken.
  • Gesichtspeelings setzen auf kleinste Reibekörper, um die feine Gesichtshaut zu schonen.
  • Mikroplastik ist ein leidiger Inhaltsstoff, der immer noch in zu vielen Produkten zu finden ist.

gesichtspeeling-test
Was macht schöne Haut aus? Ein rosiger Teint? Feine Poren? Wenig Verunreinigen oder wenig lose Hautschuppen? Wer mit einem klaren Hautbild glänzen möchte, der sollte seiner Haut nicht nur die normale regelmäßige Gesichtsreinigung gönnen. Zu Produkten aus der Kategorie Gesichtspflege gehören neben der Waschlotion und der Tagescreme auch das Peeling.

Peelings gibt es praktisch für jeden Hauttyp. Ob bei unreiner Haut oder ein Peeling für trockene Haut. Gesichtspeelings unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung anhand der Wirkstoffe und auch der zum Einsatz kommenden „Reibekörper“. Dadurch können Verunreinigungen der Haut abgetragen und der Haut ein frischeres Aussehen verliehen werden.
Doch wie funktioniert ein Peeling? Wie kann ein Peeling gegen Pickel helfen? Und was hat Mikroplastik im Gesichtspeeling zu suchen?

1. Sandpapier für die Haut – Wie arbeiten Gesichtspeelings?

Bei einem Peeling im Gesicht werden die oberflächlichen Schichten Ihrer Haut entfernt. Wie? In der hautreinigenden Substanz befinden sich dazu Reibekörper, die abgestorbene Hautschüppchen wegrubbeln. Als Reibekörper können Salzkristalle, Zuckerkristalle, Sand aber auch andere Mikropartikel etwa aus Kunststoff zum Einsatz kommen. Auf diese Weise arbeiten mechanische Peelings.

Grundsätzlich gilt: Je größer die enthaltenen Reibekörper in einem Peeling sind, desto mehr Hautmaterial wird abgetragen bzw. tiefere Hautschichten freigelegt.
Eine andere Art Peeling stellen die chemischen Gesichtspeelings dar. Hier kommen Substanzen wie Fruchtsäuren, ß-Lipohydroxysäure (LHA), Trichloressigsäure (TCA), Phenolverbindungen oder Tretinoin (Vitamin-A-Säure) auf die Haut, daher der allgemeine Name „Fruchtsäurepeeling“. Die Säuren lassen das Eiweiß der Haut gerinnen, entfernen auf diese Weise die obersten Schichten der Epidermis und sollen die Oberflächenstruktur der Haut verbessern.

Achtung: Das oberflächliche, mechanische Peeling im Gesicht bringt kaum Risiken mit sich. Achten Sie beim Produktkauf darauf, dass Sie sämtliche zusätzliche Pflegesubstanzen des Gesichtspeelings vertragen, d.h. keine Allergie besteht. Bei tieferen, chemischen Peelings kann es zu Infektionen, Schädigungen tieferer Hautschichten sowie Pigmentstörungen kommen.

Produkttypen Vor- und Nachteile
mechanisches Gesichtspeeling
  • wirkt auf die obersten Hautschichten
  • leicht anzuwenden
  • keine Risiken zu befürchten
  • geringe Kosten>
chemisches Gesichtspeeling
  • dringt in tiefere Hautschichten ein
  • in sicherer Anwendung nur beim Dermatologen oder Kosmetiker
  • diverse Hautschädigungen möglich
  • die Kosten für ein Fruchtsäurepeeling liegen zwischen 50€ und 500€

2. Plastik statt Elastik – Was ist drin in den Gesichtspeelings?

Nicht nur im Gesicht können Peelings zum Einsatz kommen.

Wenn Sie an ersten Fältchen im Gesicht leiden, Hautunreinheiten eindämmen möchten oder Hautnarben weicher machen möchten, dann sollten Sie ab und an zu einem Gesichtspeeling greifen. Bei einzelnen Akne-Formen werden Peelings im Gesicht sogar von Hautärzten empfohlen.
Will man den Herstellern der Peelings glauben, so ist ein Gesichtspeeling ein durch und durch gutes Pflegeprodukt. Sie sollen die Elastizität und Festigkeit der Haut erhöhen, Hautporen verkleinern, die Tiefe der Falten reduzieren und die Collagen- und Elastinproduktion aktivieren.

2.1. Kosmetik mit Mikroplastik auf dem Prüfstand

Selbst Mikroplastik-Teilchen können Experten in unseren Meeren nachweisen.

In verschiedenen Tests 2018 zum Gesichtspeeling, etwa bei Stiftung Warentest oder Ökotest, fanden Experten Mikroplastik als Reibekörper – und zwar in mindestens 50 Prozent der untersuchten Produkte. Mikroplastik: Was ist das eigentlich?
Bei Mikroplastik wie Polyethylen unterscheidet man zwischen Partikeln bis zu fünf Millimeter und kleineres Partikeln bis zu einem Millimeter. In Kosmetik sind manchmal Partikel in einer Größe von 120 bis 150 Mikrometern zu finden, manchmal sogar noch kleiner.

Zum Vergleich: Ein Millimeter hat 1.000 Mikrometer. Ob derart kleine Plastikteilchen im Peeling etwas Positives bewirken könnten, ist fraglich.

Wussten Sie…?

… dass die meisten Plastiksorten mehr als 100 Jahre brauchen, um abgebaut zu werden? Mikroplastik konnten Wissenschaftler sogar im Wattenmeer nachweisen – und es lässt sich nicht mehr „herausfischen“. Von dort wird es von Tieren konsumiert: Auch in Honig oder Milch hat man es mittlerweile schon entdeckt. Die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik hat also jetzt schon Auswirkungen auf die natürliche Nahrungskette.

In Peelings werden die synthetischen Kügelchen eingesetzt, um als Reibekörper tätig zu sein. Das Mikroplastik dringt dabei nicht in den Körper ein, sondern reibt über die Hautoberfläche, um abgestorbenes Gewebe abzutragen und die Haut weicher werden zu lassen. Wenn Sie eine Gesichtspeeling kaufen, in dem Mikroplastik enthalten sein sollte, so kann das Peeling Ihre Haut also nicht direkt schädigen.

Warum Mikroplastik in der Kosmetik trotzdem schlecht ist? Mikroplastik verschmutzt unsere Umwelt. Es ist nicht recycelbar und zersetzt sich so gut wie gar nicht.
Schon jetzt landet Mikroplastik, etwa mit den abgewaschenen Peelings, im Abfluss und final in der Kläranlage. Kläranlagen können Mikroplastik nur teilweise zurückhalten. Das Ergebnis: Es landet früher oder später auf unseren Tellern.

Tipp: Greifen Sie deshalb zu Gesichtspeelings, die auf Mikroplastik als Reibekörper verzichten. Es gibt echte Alternativen.

2.2. Welche Inhaltsstoffe kommen sonst noch im Gesichtspeeling vor?

Im Gesichtspeeling-Vergleich diverser Verbraucherschutzorganisationen zeigt sich, dass Mikroplastik nach Wasser sogar der mengenmäßig größte Bestandteil des Pflegeprodukts sein kann. Eher schlecht schneiden die Gesichtspeelings folgender Hersteller ab:

  • Bebe
  • Clinique
  • Peeling Gel von Rossmann
  • Garnier
  • Schaebens

Tipp: Sehen Sie sich beim Kauf die Liste der Inhaltsstoffe genauer an und achten Sie auf die Bezeichnung „Polyethylen (PE)“ oder auch „Polypropylen (PP)“.

Bei Hautunreinheiten, Pickel, trockener Haut oder fettiger Haut sehen Experten keinen Grund, sich an Peelings mit Polyethylen als Reibekörper festzuhalten. Das beste Beispiel für Peelings ohne Plastik bzw. ohne jegliche umstrittene Inhaltsstoffe zeigt die Naturkosmetik. Während hier Mineralien die Basis der Produkte bilden, können auch in konventionellen Peelings erstklassige Ersatzstoffe für Plastik verwendet werden. Als Alternative kommen etwa Bambusholz, Reispulver, Kieselsäure oder Tonerde in Frage. Positiv im Gesichtspeeling Test fielen auf:

  • Lavera
  • Logona
  • Martina Gebhardt
  • Neobio

Achtung: Achten Sie beim Kauf auch auf PEG und PEG-Derivate. Mithilfe dieser Substanzen sollen manche Produkte stärker schäumen, sie machen aber die Haut durchlässiger für andere Stoffe.

3. Gesunde Reinigung

Überpflegte Haut ist ein zunehmendes Problem.

Gesunde Haut – ja, überpflegte Haut – nein. Dermatologen begegnen immer häufiger dem Problem, dass sowohl Frauen als auch Männer ihre Haut überpflegen.

Wenn Sie gleich mehrmals täglich Reinigungsprodukte verwenden, können Sie trockene Haut und rote Flecken heranzüchten. Denn zu viele Pflegesubstanzen überfordern die Haut und greifen den schützenden Fett-Feuchtigkeits-Mantel an.

Tipp: Befreien Sie Ihre Haut täglich von Make-up-Resten, da Schminkreste die feine Gesichtshaut irritieren können. Ihr Peeling sollten Sie allerdings nicht täglich benutzen. Wenn Sie weiterhin auf Ihrem Hauttyp entsprechende Kosmetikprodukte setzen, machen Sie alles richtig.

  • ein Peeling kann das Hautbild verbessern
  • ob Mischhaut mit Hautunreinheiten oder Faltenglättung im Bereich Anti-Aging, ein Peeling kann unterstützendes Pflegeprodukt sein
  • günstiger Einkaufspreis
  • ein Peeling kann – vor allem empfindliche Haut – reizen
  • viele Produkte kommen nicht ohne Mikroplastik aus
  • zu häufige Anwendung bedingt nachhaltige Hautschäden

4. Häufige Fragen zum Thema Gesichtspeeling

4.1. Wie oft soll ich ein Gesichtspeeling anwenden

Es ist ein Irrglaube, dass die tägliche Verwendung eines Peelings die Haut besonders weich macht. Im Gegenteil: Wenn Sie Ihre Haut zu oft durch ein Peeling reinigen, riskieren Sie eine Fehlfunktion der Haut. Werden die oberen Hornschichten allzu oft abgetragen, kann eine übermäßige Produktion in der Haut, können Irritationen und Rötungen die Folge sein.

Hinweis: Öfter als 1 bis 2 Mal in der Woche sollten Sie Ihr Peeling fürs Gesicht nicht anwenden.

Grundsätzlich gilt: Je trockener und feiner die Haut ist, desto größer sollten die Abstände zwischen den Anwendungen des Gesichtspeelings sein.

4.2. Welches Gesichtspeeling ist für meinen Hauttyp geeignet?

Ob ein Gesichtspeeling für Ihren Hauttyp geeignet ist, erkennen Sie schon am Gefühl. Nach einem Peeling sollte sich Ihre Haut angenehm erfrischt anfühlen. Ist das nicht der Fall, ist das verwendete Peeling schlichtweg nicht für Ihren Hauttyp geeignet.

Gesichtspeelings bei trockener Haut sollen die abgestorbenen Hautpartikel abtragen, die Haut zugleich beim Ausgleichen des Fett- und Feuchtigkeitsmangels unterstützen. Achten Sie darauf, dass Ihr Pflegeprodukt einen natürlichen pH-Wert zwischen 4 und 6,5 hat. Außerdem können Öle als pflegende Substanzen beigemischt sein.

Fettige und unreine Haut bedingen sich meist gegenseitig. Die Talgdrüsen produzieren zu viel Fett, was die Haut glänzend erscheinen lässt, aber auch die Poren vergrößert. Hier können sich Bakterien einlagern und Entzündungen hervorrufen. Wenn Sie ein Gesichtspeeling suchen, dann nutzen Sie Wirkstoffe, die die Haut beruhigen, bspw. Allantoin oder Bisabolol. Ein Wirkstoff, der die vergrößerten Poren verengt ist etwa Hamamelisextrakt.
Wenn Sie ein Gesichtspeeling bei empfindlicher Haut kaufen wollen, dann achten Sie darauf, dass Ihr Produkt über eine besonders feine Körnung verfügt. Pflegende Substanzen wie Aloe Vera, Olive oder Heilerde tun der empfindlichen Haut im Gesicht gut.

4.3. Wie kann ich ein Peeling selber machen?

Ein Gesichtspeeling lässt sich mit Zutaten aus der Küche einfach herstellen.

Wenn Sie ein Peeling selber machen möchten, müssen Sie lediglich darauf achten, dass die Inhaltsstoffe zu Ihrem Hauttyp passen. Außerdem sollten die eingesetzten Schleifpartikel für die feine Gesichtshaut nicht zu grob sein. Zucker oder Salz im Peeling sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn Sie ein Körperpeeling herstellen wollen.

Bei trockener Haut ist die Avocado durch ihren hohen Fettanteil geeignet, besonders mild sind außerdem Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Milch oder Buttermilch. Sie spenden Feuchtigkeit und binden diese in der Haut. Als Reibekörper können zerkleinerte Mandeln, aber auch Kleie eingesetzt werden. Ein überaus günstiges Gesichtspeeling.
Bei einem Peeling gegen Pickel können Sie den Kaffesatz vom Frühstück gleich weiterverwenden. Das Gesichtspeeling mit Kaffeesatz wird mit einem Esslöffel Kokosöl vermischt und in kreisenden Bewegungen auf die Haut aufgetragen. Das im Kaffee enthaltene Koffein regt die Durchblutung an.

Tipp: Selbstgemachte Peelings kommen ganz ohne Konservierungsstoffe oder andere fragwürdige Zusatzstoffe aus. Da sie deshalb nicht lange haltbar sind, sollten Sie jedes angemischte Peeling sofort verbrauchen.

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