Haarfärbemittel Test 2018

Die besten Haarfärbemittel im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Haarfärbemitteln unterscheidet man zwischen der Haartönung, einer Intensivtönung sowie der eigentlichen Coloration.
  • Tests haben ergeben, dass kaum ein Haarfärbemittel ohne chemische Zusätze auskommt.
  • Wollen Sie auf Nummer Sicher gehen, dann passen Sie Ihre Naturhaarfarbe mit natürlichen Hausmitteln an. Extreme Farbveränderungen sind auf diese Weise jedoch nicht möglich.

haarfärbemitteln-test
Umfragen haben ergeben, dass mittlerweile jede zweite Frau regelmäßig zu einer Art Haarfärbemittel greift, um an der natürlichen Haarfarbe etwas zu ändern. Die Coloration ist seit vielen Jahren ein ungebrochener Dauerbrenner. Der Grund dafür ist denkbar schlicht: Trends in der Kategorie „Kopf und Haare“ ändern sich schneller, als so manchem lieb ist. Heute freche Kurzhaarfrisur, morgen knallige Haarspitzen, übermorgen vielleicht ein Bob in natürlichen Tönen.

Jede Saison hat ihre Frisur, jede Jahreszeit ihren eigenen Haartrend. Wer bei diesen ständigen Wechseln auf dem Kopf mithalten und möglichst wenig Haare lassen möchte, der sollte das für sein Haar beste Haarfärbemittel finden. Wir machen für Sie den direkten Vergleich von Haarfärbemitteln. Welche Haarfarben sind gefährlich? Welche Inhaltsstoffe stellen sich als unbedenklich heraus? Was sind die Vergleichssieger in den Haarfärbemittel-Tests 2018?

1. Haartönung oder Haarfärbung?

Entscheiden Sie selbst, ob Sie Ihr Aussehen komplett ändern oder das Haar nur um einige Nuancen anpassen wollen.

Viele Frauen – aber auch Männer – sehen sich schon vor dem eigentlichen Färben der Haare Fragen und Entscheidungen ausgesetzt: Für welches Produkt soll ich mich entscheiden? Was ist der Unterschied zwischen Haare Färben und Haare Tönen? Welche Methode ist für meine Haare am besten geeignet? Beim Tönen geht es darum, die Haare äußerlich zu färben.

Ihre Haare nehmen die Farbe dabei nicht wirklich auf, sondern werden vielmehr von ihr eingehüllt. Mit einer Tönung erreichte Farbe bleibt auf dem Haar daher etwa sechs bis acht Haarwäschen erhalten. Mit jeder Wäsche bleibt die Farbe etwas mehr aus. Zwischen der Tönung und einer echten Färbung ist die Haarbehandlung mit einer Intensivtönung einzustufen.

Unter Intensivtönung versteht man eine schwache Färbung der Haare. Diese wird durch chemische Prozesse erreicht, die für eine künstliche Pigmentierung im Haar sorgen. Die Ergebnisse einer Intensivtönung halten etwa sechs bis acht Wochen.

Tipp: Wer seine Haare um nur einen Ton aufhellen oder abdunkeln möchte, der sollte zu einer Intensivtönung greifen. Allerdings werden graue und weiße Haare nur bedingt abgedeckt.

Mit echter Haarfarbe können Sie die Farbe Ihrer Haare auf Dauer ändern. Durch einen chemischen Prozess ändert sich die Farbe Ihrer Haare. Mit einer Färbung lassen sich extreme Farbänderungen der Haarfarbe vornehmen, sogar weiße und graue Haare abdecken. Mit einer Coloration können sogar dunkle Haare dauerhaft um bis zu zwei Töne aufgehellt werden.

  • im Gegensatz zu Tönungen halten aus Färbungen gestaltete Farben dauerhaft
  • starke Haarveränderungen sind möglich
  • echte Haarfarbe kann Blondieren
  • zuverlässige Grauhaarabdeckung
  • lässt sich nicht auswaschen
  • setzt chemische Prozesse beim Umfärben in Gang
  • kein Austesten verschiedener Looks möglich, da permanente Farbe
  • Änderung oft nur durch Umfärben oder sogar Auswachsen möglich

Hinweis: Ob es sich bei einem Haarfärbemittel um eine Tönung oder eine Färbung handelt, erkennen Sie an der Haltbarkeitsstufe auf der Verpackung. Tönungen haben Stufe 1, Intensivtönungen Stufe 2 und Färbungen Stufe 3.

2. Welche Haarfärbemittel sind unbedenklich?

Ob ein Haarfärbemittel unbedenklich ist, hängt vor allem von seinen Inhaltsstoffen ab.
Bei der temporären Haarfärbung bzw. Tönung der Haare werden Azo-, Triphenylmethan und Anthrachinon-Farbstoffe verwendet, die sich schon nach wenigen Haarwäschen vollständig entfernen lassen. Sie ändern die natürliche Haarfarbe nur leicht ab, dringen nicht direkt ins Haar ein und erweisen sich daher als unschädlich.

Achtung: Testen Sie dennoch vor jeder Anwendung, ob bei Ihnen eine Allergie auf ein bestimmtes Färbemittel vorliegt.

Tönung, Intensivtönung und Färbung arbeiten unterschiedlich auf dem Kopf.

Produkte zur Intensivtönung beinhalten semipermanente Farbstoffe, die eine hohe Affinität zum Keratin, ein wasserunlösliches Faserprotein des Haares aufweisen. Die Farbveränderung kommt hier durch eine physikalische Bindung der Farbstoffe zustande. Als synthetische Haarfärbemittel kommen Nitrophenyldiamine, Azo- und Chinonimin-Farbstoffe in Verbindung mit organischen Lösungsvermittlern wie Glycolether oder Polypropylen zum Einsatz. Zu den natürlichen Haarfärbemitteln in diesem Bereich zählen Henna, Reng, Kamille, Holz- und Rindenextrakt sowie Rastik. Wer eine dauerhafte Haarfärbung anstrebt, sollte bedenken, dass diese kaum ohne starke Wirkstoffe auskommen.

Die natürliche Haarstruktur wird von den chemischen Substanzen aufgebrochen, diese wandern ins Haarinnere, wo sie einen neuen Farbstoff kreieren. Häufiges Behandeln der Haare mit solchen Haarfärbemitteln schädigt Haare, wodurch Glanz verloren geht und die Kämmbarkeit negativ beeinflusst wird.

Ein beliebter Inhaltsstoff permanenter Haarfärbemittel ist Wasserstoffperoxid. Da dieses die Haarfaser schädigt, versuchen vermehrt Unternehmen, die Verbindung mit Dicarbonylgruppen und Aminoverbindungen zu ersetzen. Je nach Zusammensetzung können die Produkte zudem Ammoniak, Emulgatoren und Wasser enthalten.

Achtung: Bei empfindlichen Personen kann es bei der Anwendung permanenter Haarfarben zu Hautreizungen kommen.

Produkttyp Details
Tönung

 

  • hält sechs bis acht Haarwäschen
  • kleine Anpassungen der Haarfarbe
  • kommt meist ohne gefährliche Stoffe aus
  • keine Grauhaarabdeckung
Intensivtönung

 

  • hält sechs bis acht Wochen
  • Farbveränderungen um bis zu zwei Nuancen möglich
  • kann allergieauslösende Substanzen enthalten
  • bedingte Grauhaarabdeckung
Färbung

 

  • dauerhaft haltbar
  • auch extreme Änderungen der Haarfarbe möglich
  • chemische Stoffe können Hautreizungen und Allergien auslösen
  • perfekte Grauhaarabdeckung

3. Naturfarben auf dem Vormarsch?

„Ein Krebsrisiko durch aktuell in der EU erhältliche Haarfärbemittel besteht nicht“

So der derzeitige Standpunkt des wissenschaftlichen Beratergremiums der EU-Kommission. Im Jahr 2003 wurden verschiedenste Mittel zum Haare färben von Toxikologen untersucht. Von 381 Färbechemikalien landeten rund 200 Stoffe rasch auf einer Verbotsliste. Mehr als 70 Substanzen stehen mittlerweile auf einer Positivliste.

Durch und durch natürliche Produkte werden immer beliebter, auch in der Kategorie „Haarfärbemittel“. Wer mit Kamille, Henna oder Walnuss seine Haare färben kann, ist hipp im Bekanntenkreis. Immer mehr große Hersteller haben erkannt, dass die Beliebtheit von Chemieprodukten sinkt, Naturprodukte jedoch immer attraktiver werden.
Ein Grund: So mancher Test zu Haarfärbemitteln, etwa von Stiftung Warentest oder Ökotest zeigte in der Vergangenheit, dass die chemischen Kunstfarben im Vergleich schlecht abschneiden. Für eine zuverlässige Färbung kommen Chemikalien zum Einsatz, die unter Umständen gesundheitliche Nebenwirkungen haben können.

Wenn Sie zu Haarfärbemitteln greifen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass nur die Wenigsten zur Gänze ohne Chemie auskommen. Medien und Verbraucherinstitute machen immer wieder darauf aufmerksam, dass selbst Naturfarben unter den Haarfärbemitteln im Test nicht ohne chemische Wirkstoffe auskommen. Zwar werben die Marken mit „Pflanzenextrakten“ oder „Inhaltsstoffen mit Bio-Zertifizierung“, doch verbirgt sich dahinter meist doch die Chemiekeule.
Zu den meist gekauften Marken zum Haare färben zählen Produkte von:

  • L`Oreal Paris
  • Schwarzkopf
  • Logona
  • Garnier
  • Syoss
  • Sante
  • Wella
  • La Riche Directions
  • Nanogen

4. Haarfärbemittel einfach selber machen?

Aufgrund bedenklicher Inhaltsstoffe greifen manche Anwender mittlerweile zu pflanzlichen Substanzen, um ihren Haaren zu neuer Farbe zu verhelfen.

4.1. Wie werde ich auf natürliche Weise zum Blondschopf?

Wollen Sie Ihre Haare auf natürliche Weise aufhellen, so können Sie zu Kamillentee, frischen Zitronensatz oder Honig greifen. Der in der Kamille enthaltene Blütenfarbstoff Apigenin etwa bewirkt eine leichte Gelbfärbung des Haares – es erscheint leuchtend blond. Jedoch sollten Sie bei dieser Anwendung keine Wunder erwarten. Haare können ohne Chemie nicht heller gefärbt werden, lediglich leicht aufgehellt.
Und so hellen Sie Ihre Naturhaarfarbe auf: Sechs Teebeutel Kamillentee in einem Liter Wasser aufkochen, abkühlen lassen. Die Haare dann mit dem kalten Tee durchspülen und einige Zeit einwirken lassen. Danach ausspülen und Haare wie gewohnt waschen.

Hinweis: Das natürliche Aufhellen der Haare raten wir nur „echten“ Blondinen. Bei anderen Haarfarben überzeugen Kamille und Co. nicht.

4.2. Kann ich ohne Chemiekeule zum Rotfuchs werden?

Hennafarbe wird auch zum Bemalen von Haut verwendet.

Die Blätter und Stängel der Pflanze Lawsonia alba Lam. beinhalten als Farbkomponente 2-Oxy-1,4- naphtochinon. Werden Blätter und Stängel getrocknet, anschließend verpulvert, so erhält man den Farbstoff Henna.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Haarfärbemitteln legt sich Henna sanft wie ein Film um die Haare. Dazu muss der Farbstoff in heißem Wasser gelöst werden. Das Farbergebnis durch das Haarfärbemittel Henna hängt stark von der eigenen Haarstruktur sowie der Naturhaarfarbe ab. Außerdem: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver die Farbe. Von leichten kastanienfarbenen Tönen bis tiefem Rotbraun ist alles dabei.

Tipp: Tragen Sie bei der Verwendung von Henna unbedingt Handschuhe. Der natürliche Farbstoff kann sonst auch Ihrer Haut einen roten Touch verleihen.

Ein weiterer Tipp von uns: Der Farbstoff Reng kommt in den Blättern der Indigopflanze vor. Gemeinsam mit Henna angewendet, erhält man je nach Mischverhältnis Farbtöne zwischen rotblond und schwarz.

4.3. Schwarze Haare ohne Färbung – geht das?

Wer seine Haarpracht dunkler haben möchte, der kann sie mit schwarzem Tee, Walnuss-Schalen und Kastanienblättern, aber auch Rastik behandeln. Rastik ist ein Gemisch aus Pyrogallol, durch Rösten von Galläpfeln gewonnen und Eisen- sowie Kupfersalzen. Mit Rastik behandeltes Haar erhält eine tiefschwarze Färbung. Die Anwendung von Schwarztee ist denkbar einfach. Vier Beutel Tee in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen, bis der Tee nur noch lauwarm ist. Den Schwarztee anschließend über das feuchte Haar gießen und etwa eine Stunde einwirken lassen. Im Anschluss auswaschen, bis das Wasser klar ist.

Wollen Sie die Färbung mithilfe von Walnuss-Schalen ausprobieren, dann sollten Sie diese zunächst in der Kaffeemühle mahlen. Acht Esslöffel des Pulvers anschließend mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen und zu einem Brei verrühren. Geben Sie einen Esslöffel Olivenöl dazu sowie einen Teelöffel frischen Zitronensaft. Das ganze lassen Sie am besten zwei Stunden einwirken, dann auswaschen. Kastanienblätter müssen erst zwei Tage in destilliertem Wasser eingeweicht werden, bevor sie zu einem Sud aufgekocht, abgekühlt und als natürliches Färbemittel für die Haare verwendet werden können.

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