Mascara Test 2018

Die besten Wimperntuschen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Mascara werden Wimpern dichter und länger, die Augen werden geöffnet.
  • Wohl am häufigsten verwendet wird schwarzer Mascara – es gibt aber auch Wimperntusche in anderen Farben wie braun, blau oder Lila.
  • Frauen, die Kontaktlinsen tragen oder empfindliche Augen haben, sollten auf spezielle Produkte zurückgreifen.

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Mascara gehört für die meisten Frauen ganz selbstverständlich zur Schminkroutine. Er öffnet die Augen und betont die Wimpern. Dabei gibt es Mascara, wie wir ihn heute kennen, erst seit 1913. Ein Chemiker entwickelte damals ein Gemisch aus Vaseline und Kohlestaub für seine Schwester. Das hieß übrigens Maybel. Kombiniert mit dem Wort Vaseline ergibt sich daraus der noch heute bekannte Markenname Maybelline.

Strahlend schön, groß und mit langen, dunklen Wimpern. So wünschen sich wohl die meisten Ihre Augen. Mascara kann dazu eine Menge beitragen. Idealerweise erschafft Mascara lange, voluminöse, sauber getrennte Wimpern, die die Augen wie einen Fächer umranden. Doch mit der falschen Wimperntusche oder der falschen Handhabung kann dieser Plan buchstäblich ins Auge gehen. Fliegenbeine, bröckelige oder verschmierte Wimperntusche, das wünscht sich niemand. Deshalb gilt es: Augen auf, bei der Wahl der richtigen Produkts in der Kategorie Mascara.

1. Was kann Mascara?

Mascara ist keine neuzeitliche Erfindung

Im alten Ägypten waren die Augen die Tore zur Seele und mit einer schwarzen, Mascara-ähnlichen Maske sollten sie vor bösen Geistern geschützt werden. Die Inhaltsstoffe damals: Kohle und Honig. Die erste Erwähnung von Mascara hat man in Schriften um 400 vor Christus gefunden.

Hersteller werben mit verlockenden Namen wie „extreme Dimension“, „False Lash“, „Colossal“ oder „Extreme Volume“. Das Werbeversprechen: Die Wimpern sehen aus, wie künstliche Wimpern. Lang, dicht und dunkel. Vorrangig ist Mascara allerdings ein Produkt, das die Wimpern dunkler färbt. Er besteht zumeist aus einem kleinen Fläschchen und einer am Deckel angebrachten Bürste, mit der die Farbe auf die Wimpern aufgetragen wird.

Optisch wirken die Wimpern durch den Mascara tatsächlich länger. Eine tatsächliche Verlängerung schaffen nur wenige Produkte. Diese enthalten feine Fasern, die sich beim Auftragen auf die eigenen Wimpern setzen. Die Wirkung hält allerdings nicht lange an. Für eine richtige Verlängerung müssen Sie nach wie vor zu künstlichen Wimpern greifen. Doch eine echte Verlängerung ist auch gar nicht unbedingt nötig. Durch das Tuschen wirken die Wimpern dichter, voluminöser und eben auch länger.

Hinweis: Weil getuschte Wimpern doch recht deutlich auffallen und man bei ungeschickter Anwendung unter Umständen ins Auge stechen kann, raten wir übrigens, dass junge Mädchen erst ab dem Teenageralter zum Mascara greifen.

  • färbt die Wimpern dunkler
  • die Wimpern wirken voluminöser und länger
  • vor allem in Kombination mit einer Wimpernzange bekommen die Wimpern einen wundervollen Schwung
  • vor allem wasserlösliche Produkte können leicht verwischen
  • wenn man den Mascara nicht sorgfältig abschminkt, können Wimpern abbrechen

2. Welche Arten von Mascara gibt es?

Nicht alle Mascaras sind wasserfest.

Grundsätzlich unterscheiden kann man zwischen wasserfestem und wasserlöslichem Mascara. Letztlich ist es vor allem Geschmackssache, wofür Sie sich entscheiden. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

Wasserlöslicher Mascara kann zwar auch nicht einfach mit Wasser abgeschminkt werden. Er verläuft aber schnell, wenn Sie zum Beispiel schwitzen, weinen oder in einen Regenschauer kommen. Obendrein gibt es die typischen Panda-Augen mit dunklen Mascara Ringen. Wasserfester Mascara ist auch nicht gerade für einen Tiefseetauchgang gemacht. Aber er hält einen kurzen Schauer oder leichtes Schwitzen aus, ohne zu verlaufen.

Der morgens aufgetragene, wasserfeste Mascara hält ziemlich sicher bis zum Abend durch – ein klarer Vorteil für den wasserfesten Mascara. Ein Nachteil ist, dass er weitaus schwieriger zu entfernen ist. Sie benötigen einen Augen-Makeup Entferner und müssen mit etwas Druck arbeiten, um den wasserfesten Mascara zu lösen. Dies birgt die Gefahr, dass einige Wimpern ausgerissen werden.

Tipp: Wasserfester Mascara ist zwar nicht wasserlöslich, aber fettlöslich. Sie müssen daher die Augenpartie möglichst fettfrei halten und zum Beispiel mit reichhaltiger Creme einen großen Bogen um die Augen machen. Sonst kann auch wasserfester Mascara verschmieren.

Produktart Details
wasserlöslicher Mascara
  • ist leichter zu entfernen
  • verwischt leicht, wenn Sie schwitzen oder weinen oder wenn es regnet
  • ist meistens preiswerter als wasserfeste Mascara
wasserfester Mascara
  • hält meistens den ganzen Tag ohne Auffrischen
  • übersteht kleine Regenschauer und Schwitzen ohne Probleme
  • muss mit einem speziellen Makeup-Entferner und etwas Druck entfernt werden

3. Was eine gute Wimperntusche ausmacht

Die Mascara-Bürste kann Bakterien enthalten, weshalb Sie nur versiegelte Produkte kaufen sollten.

Die Stiftung Warentest hat schon einmal einen Mascara-Test durchgeführt. In die Bewertung sind dabei verschiedene Kriterien eingeflossen. Besonders wichtig waren folgende Punkte:

  • Rezeptur
  • Bürste
  • Abstreifer
  • Qualitätssicherung

Mit Qualitätssicherung meinen die Tester die Verpackung der Wimperntusche. Im Mascara-Vergleich fielen Produkte durch, die keine Originalitätssicherung haben. Hierbei handelt es sich um eine Folie, in die das Mascara-Fläschchen eingeschweißt ist. Ist diese Folie unversehrt, können Sie sicher sein, dass noch kein anderer Kunde den Mascara geöffnet und vielleicht sogar getestet hat. Das ist wichtig, denn durch das Mascara Bürstchen können Bakterien übertragen werden. Fehlt solch eine Sicherung komplett, können Sie also nie wissen, ob der Mascara noch originalversiegelt ist.

Besonders wichtig ist auch das Zusammenspiel zwischen Tusche, Abstreifer und Bürste. Mascara-Vergleichssieger in diversen Mascara-Tests 2018 zeichnen sich dadurch aus, das nicht zu viel Mascara in der Bürste hängt, wenn Sie sie aus der Flasche ziehen. Das Auftragen wird durch zu viel Tusche erschwert. Die Tusche lässt sich dann nicht gleichmäßig auftragen und die Wimpern werden nicht vernünftig getrennt. Von Volumen braucht man dann nicht einmal zu träumen. Die ideale Form und Art der Bürste ist eher von den jeweiligen Wimpern abhängig. Wenn Sie zum Beispiel von Natur aus lange, dichte Wimpern haben, müssen Sie diese trennen. Das geht gut mit Bürsten, die wie ein kleiner Kamm aussehen. Für sehr gerade Wimpern sind leicht gerundete Bürsten geeignet.

Widerspenstige Wimpern ordnen Sie mit einer Gummibürste, die möglichst flexibel ist. Eine dicke Bürste in Kombination mit einer Volumenmascara zaubert dagegen Volumen in dünne, kurze Wimpern. Achten Sie beim Kauf außerdem auf eine intensiv schwarze Farbe, wenn Sie möchten, dass Ihre Wimpern sehr definiert wirken. Je höher die Deckkraft, desto weniger Tusch-Durchgänge benötigen Sie für das erwünschte Ergebnis.

4. Tipps zum richtigen Umgang mit Mascara

Achten Sie darauf, nur frischen Mascara zu benutzen. Wenn die Tusche trocken wird, können Sie sie nicht mehr richtig auftragen. Mascara hält in der Regel zwischen einem halben und einem Jahr. Die Hersteller geben auf der Packung normalerweise an, wie lange das Produkt nach dem Öffnen noch haltbar ist. Das Symbol dafür ist eine geöffnete Creme-Dose. Darin stehen die Monatszahl und ein großes M als Abkürzung für Monat.

Achtung: Versuchen Sie nicht, eingetrocknete Wimperntusche mit Wasser oder Makeup-Entferner wieder zu verdünnen. Das kann die Konservierung aufheben, wodurch sich Bakterien breit machen.

Mit einer Wimpernzange verstärken Sie die Wirkung voller, langer Wimpern.

Um die Haltbarkeit von Mascara zu verlängern, ziehen Sie die Bürste in einem Zug aus der Flasche, ohne eine Pumpbewegung auszuführen. So kommt weniger Luft in die Flasche.
Wenn Sie eine Wimpernzange verwenden, sollten Sie das auf jeden Fall vor dem Tuschen machen. Sonst können die Wimpern abbrechen.

Zum Auftragen der Tusche legen Sie die kleine Bürste an den Wimpernansatz und bewegen sie hin und her, solange, bis die Wimpern möglichst vollständig zwischen den Borsten liegen. Dann ziehen Sie die Bürste bis zu den Wimpernspitzen durch.
Achten Sie darauf, den Mascara nicht zu dick aufzutragen. Wenn Ihnen die Wirkung nicht genügt, lassen Sie lieber die erste Schicht trocknen und tragen Sie dann eine zweite auf. Vor allem die äußeren Wimpern kann man durchaus mehrfach tuschen. Wenn Wimpern zusammenkleben, trennen Sie sie möglichst sofort mit einem Wimpernkämmchen.
Um abends die Tusche wieder zu entfernen, legen Sie am besten ein Kosmetiktuch oder Wattepad unter die Wimpern. Tauchen Sie ein Wattestäbchen in den Augen-Makeup-Entferner und bestreichen Sie damit sanft die Wimpern, bis sich der Mascara löst.

Hinweis: Richtiges und gründliches Abschminken ist wichtig, denn Mascara-Reste, die über Nacht auf den Wimpern bleiben, können diese spröde machen und die Wimpern können brechen.

5. Alternativen zum Mascara

Für ein etwas natürlicheres Ergebnis eignet sich so genanntes Mascara Gel. Es ist farblos und pflegt die Wimpern. Dadurch bekommen Sie einen schönen Glanz und auch Schwung.
Wenn Sie keine Lust auf tägliches Tuschen haben, können Sie sich die Wimpern auch färben lassen. Das geht in Friseur- oder Schönheitssalons. Die Prozedur muss alle vier bis sechs Wochen wiederholt werden. Die Wimpern werden durch das Färben allerdings nicht dichter oder länger.

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