Nagelhärter Test 2018

Die besten Nagelhärter im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Dünne, brüchige Nägel können verschiedene Ursachen haben, meist sind sie harmlos und lassen sich mit einem Nagelhärter stärken.
  • Grundsätzlich unterteilt man diese Produktkategorie in formaldehydfreie und formaldehydhaltige Nagelhärter.
  • In wie weit die pflegenden Substanzen der Nagelhärter wirklich in die Nägel eindringen, ist bislang kaum nachgewiesen.

nagelhärter-test
Schauen Sie bei Menschen, die Sie kennenlernen, als erstes auf die Finger? Dann geht es Ihnen wie den meisten. Gepflegte Hände und schöne Nägel runden ein gepflegtes Äußeres ab. Aber nicht jeder ist immer mit perfekten Fingernägeln gesegnet. Dünne und brüchige Nägel können vielerlei Ursachen haben. Manchmal steckt harmloser Vitamin- oder Mineralienmangel dahinter, meist werden unsere Fingernägel bei häufigem Waschen beansprucht, nur in den seltensten Fällen stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter.

Spröde, sogar splitternde Nägel können ein Anzeichen für den Mangel an Vitamin B, Vitamin C, Folsäure, Biotin oder Cobalamin sein, ebenso für einen Kalziummangel. Außerdem bedingt die Verwendung bestimmter Seifen oder Waschmittel, ebenso Nagellackentferner die Entstehung brüchiger Nägel. Nicht immer müssen Sie deshalb einen Arzt aufsuchen. Vieles können Sie selbst bewirken, zudem stehen Ihnen Produkte der Kategorie Nagelhärter zur Verfügung. Doch was steckt in dieser Art Elixier für schöne Nägel? Wie sollen dünne Nägel gestärkt werden?

1. Was kann ich gegen brüchige Fingernägel tun?

Bevor Sie wegen dünner und splitternder Nägel einen Arzt konsultieren, sollten Sie Ihre Lebensweise überprüfen: Leben Sie ausgewogen? Pflegen Sie Ihre Hände regelmäßig? Bei zu dünnen Fingernägeln empfehlen wir:

  • eine gesunde Ernährung
  • schonende Nagelpflege, d.h. aggressives Schneiden, Abreißen etc. vermeiden
  • tragen Sie beim Abwaschen Handschuhe
  • versuchen Sie es mit Ölbädern oder Handpackungen
  • cremen Sie Finger und Nägel nach jeder Dusche ein
  • die Homöopathie empfiehlt das Mittel Silicea D 12
  • wer Schüßler-Salze verwendet, kann zu Nr. 3, 5, 8 oder 10 greifen

Achtung: Leiden Sie neben brüchigen Nägeln unter allgemeiner Erschöpfung, rascher Ermüdbarkeit, Schwitzen, Herzrasen, trockener Haut oder Gewichts- und Blutdruckveränderungen, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf. Auch wenn sich Ihre Fingernägel verfärben oder sich gar die Nagelplatte vom Nagelbett löst, könnte eine Erkrankung dahinterstecken.

2. Wann benötigen meine Fingernägel Hilfe?

Gesunde Ernährung beugt brüchigen Nägeln vor.

Unsere Fingernägel sind nicht immer gleich stabil und robust gegen Beanspruchungen. Entsprechend unserer Lebensweise kann es phasenweise zu weichen Nägeln kommen, ebenso zu Rissen. Doch wann brauchen Fingernägel Hilfe?
Wenn sich Ihre Fingernägel leicht verbiegen lassen, wenn sie schnell reißen und aufgetragener Nagellack durch die Verformungen des Nagels schnell wieder absplittert, dann sollten Sie Ihre Nägel an den Fingern zusätzlich pflegen. Ein wirkungsvolles Mittel dazu ist der Nagelhärter.

3. Wie funktionieren Nagelhärter?

Ob Sie einen Nagelhärter aus der Apotheke, der Drogerie oder dem Onlinehandel verwenden, arbeiten tun die Nagellacke alle gleich. Der Nagelhärter bildet im Prinzip eine Schutzlackierung für die Nägel. Ganz gleich, ob Sie diese Nagelpflege einmalig verwenden oder regelmäßig im Rahmen einer Nagelkur auftragen. Nagelhärter stärkt die Nägel, indem er Risse klebt, Unregelmäßigkeiten im Nagelbild ausgleicht und sich als härtende Schicht über den Nagel legt.

Kaum ein Nagelhärter kommt ohne Formaldehyd aus.

Wie wirkt Nagelhärter eigentlich? In nahezu jedem Produkt ist Formaldehyd als Wirkstoff enthalten. Deshalb erinnert der Geruch von Nagelhärter oftmals an Nagelentferner. Diverse Tests zum Nagelhärter 2018 haben ergeben: Es besteht kein Zusammenhang zwischen der Konzentration an Formaldehyd im Nagelhärter sowie dessen Wirkerfolg.

Aber warum verzichten Hersteller wie Maybelline, essie, Herome oder Rimmel nicht einfach auf die Substanz? Denn bekannt ist: Formaldehyd geht unter die Haut. Schon geringe Mengen des krebsverdächtigen Stoffs lassen die Haut schneller altern, reizen die Schleimhäute und können Allergien auslösen.

Hinweis: Heute werden vor allem Formaldehydabspalter in Kosmetik verwendet, welche sich schwer enttarnen lassen. Skeptisch sein sollten Sie bei den Bezeichnungen: DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Urea, Imidazolidinyl Urea, Bronopol, Quaternium-15, Sodium Hydroxymethylglycinate, Methenamine, 2-Bromo-2-nitropropane-1,3-diol, 2,4-Imiazolidinedione oder 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane.

Dennoch können Hersteller von Nagelhärter nicht zu 100 Prozent auf Formaldehyd verzichten, da erst dieser Stoff bewirkt, dass der Nagelhärter in den Nagel eindringen und dort wirken kann. Ohne diesen Zusatz würden die Wirkstoffe des Nagelhärters auf der Nageloberfläche verbleiben. Nagelhärter lockert unseren Nagel also zunächst etwas auf, transportiert die stärkenden Wirkstoffe ins Nagelinnere, wodurch der Nagel schließlich an Festigkeit gewinnt.

  • klebt Risse im Nagel
  • gleicht Unebenheiten aus
  • versiegelt die Nägel von oben und schützt
  • lässt sich leicht auftragen
  • kann sogar als Unterlack verwendet werden
  • enthält oftmals gesundheitsschädliches Formaldehyd oder deren Abspalter

3.1. Wie schneiden Nagelhärter im Test ab?

Was ist Formaldehyd?

Formaldehyd ist ein farbloses, giftiges Gas, welches auch unter der Bezeichnung „Methanal“ bekannt ist. Den Stoff charakterisiert sein stechender Geruch. Er ist wasserlöslich und führt zu gesundheitlichen Problemen, wenn er als künstlicher Zusatz in kosmetischen Produkten verwendet wird.

Nagelhärter versorgen brüchige, splitternde und dünne Nägel mit Nährstoffen und schenken ihnen Elastizität. Auf diese Weise brechen diese weniger schnell ab und wachsen besser in die Länge.
Was kann der Nagellack für weiche Nägel?

Nagelhärter sind regelrechte Vitaminbomben für die Nägel. Sie enthalten Vitamine und Nährstoffe, die die Nägel langfristig gesünder machen sollen. Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählt Kalzium, das die Nageloberfläche widerstandsfähiger macht.

Tipp: Dass die Nagelpflege ihre Wirkung richtig entfalten kann, empfehlen wir die Anwendung des Nagelhärters für ca. vier Wochen.

Nagelhärter sind Vitaminbomben für die Nägel.

Bisher hat weder Stiftung Warentest noch Ökotest einen Nagelhärter-Test durchgeführt, dementsprechend gibt es keinen Vergleichssieger unter den Nagelhärtern. Wir empfehlen jedoch, Nagelhärter ohne Formaldehyd einem Nagelhärter mit Formaldehyd vorzuziehen. Der Grund: Hinter dünnen, brüchigen Nägeln steht immer ein Problem des Stoffwechsels. Das Wachstum und die Struktur der Fingernägel wird durch unsere Essgewohnheiten, äußere Einflüsse wie negativem Stress sowie unseren Stoffwechsel maßgeblich beeinflusst.

Schon zu wenig Nahrung oder einseitiges Essen macht sich in stumpfen Haaren und weichen Nägeln bemerkbar. Nagelhärter können unsere Nägel pflegen, nicht aber die Ursache der Instabilität und die Brüchigkeit beheben. In so manchem Nagelhärter-Vergleich zeigt sich: Der beste Nagelhärter ist der, der ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommt. Außerdem ist nicht immer das teuerste Produkt automatisch auch das Beste. Selbst günstige Nagelhärter können im Test überzeugen.

3.2. Welche Alternativen zum Nagelhärter mit Formaldehyd gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Nagelhärter mit Formaldehyd und Nagelhärter mit Formaldehyd. Produkte beider Gruppen werden wie üblicher Nagellack aufgetragen: Schützen Sie Ihre Nagelhaut, indem Sie diese mit Vaseline oder einer anderen Fettcreme einreiben. Tragen Sie den Nagelhärter mit einem kleinen Pinsel gleichmäßig auf Ihre Nägel auf. Auf Wunsch kann das Produkt als Unterlack genutzt und durch farbigen Lack übermalt werden.

Produkttyp Details
formaldehydhaltige Nagelhärter
  • Formaldehyd macht Nagel zugänglich für Wirkstoffe
  • Formaldehyd ist nachweislich gesundheitsgefährdend
  • Wirkstoffe im Nagelhärter pflegen zwar die angegriffenen Nägel, packen das Problem aber nicht an seiner Wurzel
formaldehydfreie Nagelhärter
  • pflegende Substanzen dringen nicht in den Nagel ein, wirken auf der Oberfläche
  • verzichten auf schädliche Inhaltsstoffe
  • meist Produkte aus dem Segment der Naturkosmetik

Formaldehydfreie Nagelhärter finden Sie im Handel manchmal auch unter der Bezeichnung „Schellack-Nagellack“. Schellack ist eine harzige Substanz, geruchs- sowie geschmackslos und hat eine enorme Festigkeit. Nach dem Auftragen und Trocknen auf dem Nagel entsteht ein fester Film, der den Nagel vor äußeren Umwelteinflüssen schützt. Diese Art der Nagelhärter geben unseren Nägeln also eher dadurch ihre Stabilität zurück, indem sie diese in ihrer Funktion unterstützen.

Pflegende Substanzen wie Lavendelöl, Teebaumöl oder Zitronenöl wirken auf der Oberfläche. Nicht zu verwechseln ist diese Form des härtenden Nagellacks im Übrigen mit der Shellac Nagellack-Maniküre. Bei diesem Nail Design kommt nicht splitternder, lang anhaltender Nagellack zum Einsatz, der von seiner Robustheit an Kunstnägel erinnert.

3.3. Was tun, wenn der Nagelhärter auf der Haut brennt?

Selbst Hautprobleme können von falschem Nagellack kommen.

Immer wieder berichten Frauen, dass sie nach der Verwendung eines Nagelhärters einen Juckreiz auf den Wangen verspüren. Dabei kann es sich um einen allergischen Gruß von den lackierten Fingernägeln handeln.

Selbst Tage nach dem Auftragen des Nagelhärters gibt dieser den Geruch von Formaldehyd ab, ebenso die schädlichen Wirkungen des Formaldehyds. Egal ob beim Waschen, Eincremen oder Schminken, Spuren der schädlichen Substanz gelangen auf die feine Gesichtshaut, die mit Reizungen oder gar Ekzemen reagiert.

Achtung: Wer eine allergische Reaktion nach Verwendung von härtendem Nagellack feststellt, sollte diesen sofort wieder löschen. Nagelhärter entfernen Sie mit einfachem Nagellackentferner.

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